Wie man einen Fotografen nervt.

Teil 8 oder „send photo to get featured“

Viele von uns, die bei Instagram aktiv sind, kennen es vielleicht. Wir posten ein Bild, fügen eine Hand vol Hashtags dazu, verlinken vielleicht ein oder zwei dazu passende Seiten und fügen dem ganzen Beitrag einen Standort hinzu, sodass der Inspiration suchende Betrachter weiss, wo die Aufnahme gemacht wurde.

Ich, der Instagram nur nebenher betreibt, geht dann seinen normalen Tätigkeiten nach und schaut dann ab und an wieder vorbei um zu schauen, ob jemand den Beitrag geliked oder kommentiert hat. Zudem gibt es die tolle Möglichkeit zu sehen, aus welchem Land die meisten Betrachter kamen oder ob der Beitrag mehr Männer oder Frauen, mehr Follower oder Nicht-Follower anspricht.

Und egal ob InfluencerIn oder Hobby-PosterIn, wir freuen uns immer, wenn wir Reaktionen auf unsere Beiträge bekommen. Und nicht selten bekommen wir einen Kommentar unter das Foto wie zum Beispiel:

„Schicken Sie uns das Foto!“, „DM for Promotion“, „send me your photos to get featured!“

Wow! Toll – da will jemand Werbung für mich machen – das könnte man tatsächlich meinen! Aber was verbirgt sich hinter diesen Kommentaren? Am Ende will jemand mit deiner tollen Aufnahme Geld verdienen! Du stellst dein Foto zur Verfügung, es wird auf der Seite einer Agentur oder einer Organisation gepostet und man nutzt deren Reichweite und bezahlt dafür einen ordentlichen Batzen Geld. Je nach Höhe wird dein Foto dann zusätzlich als Story gepostet um noch mehr Reichweite zu generieren und mit ein wenig Glück kommen dann zur Reichweite noch einige Follower dazu.

Wo ist also mein Mehrwert? Am Ende ist er für meine Anwendung nicht vorhanden, da ich weder auf die grosse Reichweite angewiesen bin, noch benötige ich viele likes da ich meine Instagram-Seite als reines Hobby betreibe und es eigentlich eine Art Reise-Tagebuch für mich ist.

Und es nervt mich ungemein, wenn jemand eines meiner tollen Bilder auf seiner Seite posten will und sich das auch noch von mir bezahlen lassen möchte. Deshalb reagiere ich auf solche Kommentare gar nicht.

Einmal habe ich eine Anfrage auf einen Post erhalten habe, der eine bekannte Sehenswürdigkeit in meiner Region zeigt. Ich wurde gefragt, ob ich dieses Bild zur Verfügung stellen würde, so dass dieses für Postkarten, bedruckte Tassen und sonstige Merchandise-Artikel verwendet werden könnte. Generell ein wirklich coole Gelegenheit, Reichweite zu erzeugen. Aber was bringt es mir, Reichweite zu erzeugen, wenn mein Name gar nicht genannt wird? Nichts. Gar nichts. Ein Budget für den Erwerb der Bild-Datei war angeblich nicht vorhanden. Im Gegenzug wurde mir angeboten, eine Tasse mit meinem Foto zukommen zu lassen. Danke. Aber – nein Danke.

Blautopf, Deutschland
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Author: Khun Aleks

Photographer into travels, portraits, nature and street shots.

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