Teil 5 – oder „die sind natürlich nicht so toll wie deine!“
Vor nicht all zu langer Zeit war ich in auf einer Safari. Natürlich hatte ich einiges an Equipment dabei und hatte auch das Glück, einige gute Fotos zu schiessen. Meinen Mitreisenden habe ich zugesagt, ebenfalls einige Bilder zur Verfügung zu stellen, ich will ja auch nicht ständig der sein, der seine Bilder nicht teilt. Und natürlich freue ich mich auch, wenn sich Menschen an meinen Bilder erfreuen.
Am Ende unseres ersten Safari Tages habe ich die ersten Bilder in unserer Kommunikationsgruppe geteilt. Tatsächlich hat es sehr lange gedauert, bis aus der Gruppe jemand anderes angefangen hat, Bilder zu teilen.
Am nächsten Morgen habe ich dann gefragt, ob denn sonst niemand seine Bilder teilen wollte, oder zumindest einige Bilder. Nach und nach habe ich dann gehört: „Die sind aber nicht so gut wie deine Bilder.“, „Das ist mir unangenehm, nachdem ich deine Fotos gesehen habe.“, „Meine Bilder können da nicht mithalten.“ oder „Deine sind viel besser“.
Danke für die Blumen, aber müssen wir uns immer vergleichen? Ich kann versichern:
- Meine Fotos sind auch nicht alle scharf
- Ich verwackle auch meine Bilder
- Manchmal sind die Bilder so über- oder unterbelichtet, da kann kann auch Lightroom nicht mehr helfen
- Oops, hab ich da den Kopf abgeschnitten?
- Gerader Horizont? Kleinen Moment bitte…..
- Ich verwerfe in der Regel mehr Bilder, als dass ich sie benutze.
Tatsächlich war es zudem so, dass ich meistens ein grosses Zoom-Objektiv benutzt habe. Landschaftsaufnahmen, Dokumentarfotos oder Tiere, an denen wir nah dran waren, habe ich entweder mit dem Handy, oder eben gar nicht aufgenommen.
Dann kommt da noch hinzu: habe ich ausgemacht Bilder zu teilen, oder eben nicht? Wenn ja – Abmachung ist Abmachung.
Ich habe auf jeden Fall gelernt, nicht als erstes meine Bilder zu teilen sondern abzuwarten, sonst kommt da nämlich oft nichts.

